Dienstag, 27. Juni 2017

Heat Wave // Produkte für den Hochsommer


Nach einem wirklich langen Winter fühlt sich dieser plötzliche Hochsommer für meinen Geschmack noch immer etwas unrealistisch an.  Liegt vielleicht aber auch daran, dass ich bis ungefähr gestern mal so gar nicht für Temperaturen jenseits der 30°C-Marke gewappnet war. Glücklicherweise liegt meine Wohnung hier in München nicht mal zwei Minuten von der Isar entfernt, sodass ich dort jede freie Minute in Bikini und mit einem kühlen Bier in der Hand verbringe. Bis zum wohlverdienten Feierabend kann sich so ein Sahara-Tag im Büro aber gerne mal ziemlich ziehen und ich wäre wohl kein echter Beautyblogger, hätte ich nicht schon die ein oder andere Lösung in Form von Sprays, Tiegeln und Tuben ausfindig gemacht und hier aufgelistet:


Gritti  /  Pomelo Sorrento*
First things first: An heißen Sommertagen brauche ich einen spritzigen Duft! Wer die Zitrusfrucht aus der Familie der Pampelmuse noch nicht kennt, sollte schleunigst zum Obsthändler seines Vertrauens huschen und sich eine dieser delikaten Stücke krallen. Erfrischung pur. Pomelo Sorrento fängt dieses belebende Aroma zusammen mit Grapefruit und Grüntee in einer Kombi ein, die sommerlich kaum sein könnte. Eine ausführliche Liebeserklärung folgt bald.

Es gibt Menschen, die ertragen Parfums an heißen Tagen nicht. Für all diejenigen eignen sich leichte Körpersprays (direkt aus dem Kühlschrank) meist besser, weil subtiler. Tom Fords Klassiker gibt es jetzt auch aus der Dose und hüllt den hitzigen Körper in einen angenehmen Schleier aus Bergamotte und Mandarine. Wenigstens ist die italienische Amalfiküste somit immer griffbereit!


 Dass ich ein Riesenfan von MiiN Korean Cosmetics bin, wisst Ihr ja. Den Store mit allerlei fancy Beautykram aus Korea findet man in München in der Westenriederstraße direkt am Viktualienmarkt und ich finde jedes Mal eine neue Innovation. Die liebe Daphne (an dieser Stelle ein großes Dankeschön für die immer einwandfreie und kompetente Beratung) hat mir ein Facial Spray Duo empfohlen, das aus Serum für innen und SPF 50 für außen besteht. Die Variante fürs Büro soll viel Feuchtigkeit spenden und die Haut nachhaltig pflegen. Probiere ich jetzt fleißig aus und werde berichten!

Eines meiner liebsten französischen Beautylabels legt diesen Sommer nach und bringt neue Nuancen seines Klassikers auf den Markt. Mint riecht herrlich nach Menthol und erfrischt gereizte Sommerlippen, ohne sie dabei in die lagunenähnliche Farbe zu tauchen. Dass ich ein großer Liebhaber der Öle bin, könnt Ihr auch an dieser Stelle nochmal nachlesen.


Kennt Ihr das Gefühl, wenn man bereits unter der Dusche schon wieder anfängt zu schwitzen? Deswegen halte ich mich im Sommer gar nicht großartig mit ausgiebigen Wellness-Routinen auf, sondern vertraue lieber auf easy Allrounder. Den Conditioner von L'ANZA muss man nicht ausspülen (yes!), denn die hawaiianische Nonifrucht verleiht der strapazierten Mähne auch so einen schönen Glanz. Der Duft ist übrigens bombastisch und sehr sommerlich!

Ganz neu auf meinem Schreibtisch ist die kürzlich lancierte Feuchtigkeitsmaske von Clarins. Die erfrischende Geltextur schenkt der Haut in nur zehn Minuten eine ordentliche Portion Feuchtigkeit und lässt sie nach einem anstrengenden Tag im Büro wieder rosig aussehen. Dafür verantworlich ist die Goethe-Pflanze (heißt wirklich so), die in ihren dickfleischigen Blättern wertvollen Pflanzensaft produziert, der erfolgreich gegen Trockenheit und Spannungsgefühl ankämpft.

Montag, 26. Juni 2017

Minimalism Love Affair // Lilian Von Trapp Jewellery


Minmalistische Designs lassen mein Herz nach all den Jahren immer noch am stärksten hüpfen. Es mag am alltäglichen Trubel der Branche liegen, dass mich simple Stücke weit mehr faszinieren und vielleicht auch irgendwie beruhigen, als es ihre Firlefanz-Geschwister jemals könnten. Ein guter Schnitt, edles Material und ein bisschen Raffinesse - das macht das Material Girl in mir happy. Glücklicherweise gibt es bisweilen sogar immer mehr Schmuckdesigner, die sich dieser puristischen Schaffensweise verschrieben haben und so wundert es nicht, dass ich bei meiner Recherche dann und wann über die Berlinerin Lilian von Trapp stolperte. Was ihre Stücke so besonders macht? Sie werden nachhaltig aus recyceltem Gold gemacht und teilweise mit Vintage-Diamanten versehen. Klingt genial, oder? Genau deswegen habe ich Lilian auch zum Interview gebeten:


1. Liebe Lilian, first things first - wie bist Du auf die Idee gekommen, Deinen eigenen Schmuck zu kreieren?

Meine Mutter verstarb während meines Jurastudiums und hinterließ mir ihren Familienschmuck. Da ich viele der Stücke einfach nicht hätte tragen können, ich es aber zu schade fand, sie in einen Safe zu schließen, überlegte ich mir, was ich anstelle mit den Schmuckstücken anfangen könnte. So kam ich auf die Idee, sie quasi zu transformieren, also das Gold und die Steine zu nutzen, jedoch für meine eigenen Designs.


2. Ich bin ein großer Anhänger von minimalistischen Designs und bewundere da auch immer wieder gerne unsere skandinavischen Nachbarn. Woher kommt Deine Faszination für Minimalismus und was verbindest Du damit?

Für mich geht es weniger um den Minimalismus an sich, als um den Gedanken, etwas zu schaffen, was den Träger/die Trägerin tagtäglich begleiten kann. Es geht um die Zeitlosigkeit und um das Investment in Stücke, die man sein Leben lang trägt. Das ist doch der Gedanke der Nachhaltigkeit weitergedacht, sich nicht jeden Monat ein Modeschmuckstück Made in China zu kaufen, sondern langfristig in qualitativ hochwertigen und zeitlosen Schmuck zu investieren.


3. Guter Schmuck muss nicht immer gleich ein Vermögen kosten, hebt sich aber dennoch von billig produziertem Modeschmuck der Highstreet-Ketten ab. War das von Anfang an Dein Plan - bezahlbare und qualitativ hochwertige Stücke, vielleicht auch für die etwas jüngere Generation zu entwerfen?

In jedem Fall war es für mich von Anfang an klar, dass ich eine Produktion finden muss, die neben der nachhaltigen Umsetzung auch Qualität von höchstem Maße ist, so dass meine Kunden lebenslang Freude am Tragen meines Schmuckes haben. Ich denke, die großen Schmucklabels und Ketten geben solche Unsummen für Marketingzwecke aus, dass die Preise letztlich überhaupt nichts mehr mit der Realität und dem eigentlichen Wert zu tun haben. Meine Stücke werden alle von Hand gefertigt und haben einen fairen Preis, so dass sich sicherlich auch die jüngere Generation gewisse Stücke leisten kann. An sich habe ich meinen Schmuck jedoch age-less designt, da ich finde, dass ihn jeder Mensch tragen sollen könnte.



4. Share your love - welche Schmucklabels würdest Du uns als Insider außerdem ans Herz legen?


All Blues finde ich toll, sie machen fair produzierten Modeschmuck und haben einfach coole, alltagstaugliche Designs. Monique Péan macht auch wunderbaren nachhaltig produzierten Echtschmuck. Ihre Stücke sind auch oft Einzelstücke und sehr besonders.



5. Und last but not least - was sind Deine Zukunftspläne für LILIAN VON TRAPP?

Ich möchte mich Lilian von Trapp ein Umdenken in den Köpfen der Menschen schaffen. Es wird immer aufgeschrien, wenn die Leute Pelz tragen. Aber dieselben Personen tragen dann einen herkömmlich produzierten Gold- und Diamantring und sind sich über die Folgen der Minenarbeit für Mensch und Umwelt überhaupt nicht bewusst. Bewusstsein schaffen, das ist mir wichtig. Ich möchte Lilian von Trapp auch als internationale Marke aufbauen und damit noch viel bewirken.


Photo Credit: Stefan Dotter

Dienstag, 20. Juni 2017

Festival Hair // Aveda Dry Shampoo + Conditioner


Als jahrelanger und großer Musikfan fiebere ich im Sommer vor allem einer Sache entgegen: Festivals! Sobald die Freiluftsaison beginnt, steigt auch meine Lust auf ausgelassene Dancesessions wieder, denn stickige Clubabende im Winter sind eher nicht so mein Fall. Von Open-Airs und Festivals kann ich dagegen gar nicht genug bekommen und liebe das unkomplizierte Dreitage-Dasein inklusive Zelt und Campingkocher sehr. Irgendwann in meinem Leben - ich muss wohl so um die 17 gewesen sein - habe ich beschlossen, dass Duschen auf solchen Veranstaltungen eine recht fehl platzierte Institution sind. Seien wir mal ehrlich: Gut gemeint ist die ganze Chose ja, nach nichtmal zehn Stunden gleicht die Anlage aber meist eher einem öffentlichen Schlachtfeld mit Bierpfützen und Schlammeinlage. Ist auch nicht weiter schlimm, man muss diesen Ort ja nicht aufsuchen.

Zum Glück hat die Beautyindustrie im Laufe der Zeit einige schlaue Produkte und Tools entwickelt, die uns die Tage des Ausnahmezustands erleichtern. Ein Dauerbrenner im Kulturbeutel ist das allseits beliebte Trockenshampoo, denn schneller kann man die mitgenommene Haarpracht nun wirklich nicht auffrischen. Weil ich zu trockener Kopfhaut neige, sind mir die meisten Formulierungen zu reizend. Das Aveda Shampure Dry Shampoo* entfernt mit fast 99% natürlichen Inhaltsstoffen sorgfältig Schmutz und Stylingreste, ohne das Haar unnötig zu strapazieren. Und jetzt kommt der Bonus: Aus der Serie gibt es jetzt auch einen Thermal Dry Conditioner*, der die Längen und Spitzen mit Jojoba- und Sonnenblumenkernöl pflegt. Das Spray wird nach dem Trockenshampoo aufgetragen und spendet Feuchtigkeit und einen frischen Duft. Eignet sich auch solo als Feuchtigkeitsspender für zwischendurch und mattiert die Mähne nicht so, wie es viele andere Produkte dieser Gattung tun. Eine clevere Innovation, die mich dieses Jahr bei dem ein oder andere Open-Air begleiten wird!

Montag, 19. Juni 2017

The Base // Aktuelle Lieblingsfoundations


Eigentlich ist es fast ein bisschen kurios, an einem 30°C-Montag über Foundations zu schreiben. Die habe ich heute Morgen getrost ausgespart und stattdessen lieber eine extra Schicht Sonnenschutz aufgetragen. Nichtsdestotrotz haben sich in letzter Zeit ein paar neue Baseprodukte in meine Routine geschlichen, von denen ich sehr begeistert bin. Ein natürliches Finish und hoher Tragekomfort stehen dabei nach wie vor ganz oben auf der Liste. Wenn sich die Textur dann noch easy verblenden lässt, bin ich wunschlos glücklich!


Die super leichte Textur legt sich beinahe schwerelos auf die Haut und versorgt sie den ganzen Tag über mit ordentlich Feuchtigkeit. Da setzt sich nichts in Trockenheitsfältchen ab! Der Teint strahlt über Stunden hinweg ohne nach Speckschwarte auszusehen, SPF20 sorgt zudem für den nötigen Sonnenschutz (obwohl ich wirklich immer mit SPF50 aufrüste). Besonders schön: Die Foundation gibt es auch für richtige Schneewittchen und mit einer ganzen Reihe an diversen Untertönen.

Eigentlich das genaue Pendant, könnte man meinen. Die matte Formulierung sorgt allerdings für lange Haltbarkeit und verwandelt sich direkt nach dem Auftrag zu einem semi-samtigen Finish. Benutze ich besonders gerne für lange Tage, wichtige Termine und Fotoshoots. Die Matissime Velvet Foundation hat übrigens die höchste Deckkraft der hier vorgestellten Produkte.

Zugegeben, was Mineralfoundations anging war ich bis vor einigen Wochen sehr skeptisch. Mit Puderformulierungen assoziiere ich meist eine unschöne Betonung trockener Stellen in Kombination mit einem unangenehmen Spannungsgefühl. Alles Quatsch! Die Version von Bare Minerals macht ihrem Hype wirklich alle Ehre und gleicht den Teint einfach wunderschön aus, ohne auch nur einen Ticken unnatürlich auszusehen. Ich bin ein riesen Fan und kann sie wirklich nur allen Mädels empfehlen. Der unkomplizierteste Kandidat, den es gleich in 20 Nuancen gibt.

Ein nachhaltiges Beautylabel aus Kalifornien, das sich gleich mal Gwyneth Paltrow als Creative Director gekrallt hat? Klingt nach einem sicheren Erfolgsrezept und Juice Beauty erlebt gerade einen regelrechten Internethype. Die Foundation kombiniert Deckkraft mit einem hochwirksamen Anti-Aging-Serum aus Phyto-Pigmenten und pflegt die Haut mit Kokosnussextrakten. Meine Haut saugt die Textur förmlich auf und fühlt sich danach den ganzen Tag über herrlich prall und gepflegt an. Super easy going und ein tolles Alltagsprodukt!

Mittwoch, 14. Juni 2017

Perfume Lover // Summer Cocktail


Obwohl ich es in Sachen Parfum gerne etwas androgyner mag oder mich sogar gleich beiden Männerdüften bediene, gelüstet es mich an warmen Tagen manchmal nach einer etwas fruchtigeren Komposition. Aktuell landen bei mir fast täglich neue olfaktorische Sommerbegleiter und ich kann mich gar nicht so recht entscheiden, welcher denn nun mein persönlicher Favorit werden könnte. Ein spritziges Trio hat sich aber fix auf meiner Kommode vereint und verleiht schwülen Stadttagen seither ein bisschen mehr Vitalität!



Erste Prio: Im Sommer dürfen Parfums für mich gerne mal fruchtig ausfallen, aber bitte nicht süß. Das ist eine schmale Gratwanderung, deren Rechnung in der Realität eher selten aufgeht. Ein subtiler Rhabarber-Akkord kann etwas ganz Wunderbares sein, in der falschen Dosierung aber genauso an die erfrischende Schorle aus der Mittagspause erinnern. Ihr merkt - bei diesem Thema habe ich genaue Vorstellungen. Eine der schönsten Kreationen, die in dieses Beuteschema passen, ist Fleur Musc* von Naricso Rodriguez. Dass ich die cremig-hautnahen Düfte des amerikanischen Modeschöpfers liebe, ist kein Geheimnis. Fleur Musc ist meiner Lieblingsblume, der Pfingstrose gewidmet und vereint sich mit einem Schuss Pfeffer zu einem Blumenbouquet, das einem nicht an jedem Mainstreamregal in die Hände fällt. Weich, floral, spritzig und subtil, I like it!

Etwas splashiger ist das neue Elie Saab Le Parfum* aus der limitierten Ressort-Collection, das alleine durch den geschliffenen Flakon schon wirkt wie ein classy Cocktail. Granatapfel und Mandarine trumpfen in einem spritzigen Kopfnoten-Tango auf und werden im Verlauf von einem Bett aus weißem Jasmin, Orangenblüten und Patschuli aufgefangen. Für mich übrigens die femininste Variante der drei gezeigten Düfte. Wer es einen Tacken dezenter mag, der sollte sich unbedingt das neue Biotherm Eau Relax* ansehen. Ein sinnlicher Mix aus Hölzern und Gewürzen, der mich an eine leichtere und etwas fidelere Version von Jil Sanders Überklassiker Sun erinnert. Denn ein schöner Duft hat doch noch jeden Sommer zur ewigen Erinnerung werden lassen!